Website-Sicherheit · 2 Min. Lesezeit · Goran Mikac

Ein Hacker ist mit KI-Agenten in mehr als 100 Websites eingedrungen. Was kleine Unternehmen diese Woche prüfen sollten

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Die KI-Sicherheitsfirma Norforge berichtet, dass ein einzelner Angreifer mit weitgehend selbstständig arbeitenden KI-Agenten in mehr als 100 Websites eingedrungen ist. Laut Reuters gehören John Deere, SharkNinja und Cummins zu den Betroffenen; ein erfolgreicher Einbruch dauerte jeweils rund 23 Stunden. Getroffen wurden oft Nebenseiten: eine Produkt-Supportseite oder eine Website, die ein externer Dienstleister betreibt. Genau solche Seiten haben die meisten kleinen Unternehmen.

Was passiert ist

Laut The Verge, das sich auf Norforge und Reuters beruft, entdeckte Norforge die Angriffe über offen erreichbare Installationen von Cairn, einer Open-Source-KI-Plattform, die sich selbst als „universelle Problemlösungsmaschine“ bezeichnet. Nutzer legen einen Start- und einen Zielpunkt fest, die Agenten arbeiten darauf hin und protokollieren ihren Fortschritt. Norforge fand mehr als 20 offen erreichbare Cairn-Installationen, die es für wahrscheinlich bösartig hält.

Der aktivste Angreifer zielte auf Unternehmen in den USA, Kanada, Australien und Japan. Reuters zufolge beschrieb er die bevorzugten Einbruchstaktiken in weniger als 100 chinesischen Schriftzeichen; den Großteil der Arbeit erledigten die Agenten.

Die Antworten der Unternehmen zeigen, wo das Risiko liegt. John Deere sieht keine Hinweise auf einen Zugriff auf sensible Daten. SharkNinja zufolge war eine eigenständige Produkt-Supportseite betroffen, die Bedrohung sei eingedämmt. Cummins prüft einen Hinweis zu einer Website, die einer seiner externen Dienstleister betreibt. Der Entwickler von Cairn sagt, die Plattform sei „nie ein Hacking-Tool“ gewesen.

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Was bedeutet das für Sie

  1. Auch Ihre kleinste Website lohnt sich jetzt als Ziel. Wenn Agenten die Arbeit machen, muss ein Angreifer seine Ziele nicht mehr sorgfältig auswählen. Eine alte Landingpage, eine vergessene WordPress-Installation oder eine Test-Subdomain kosten fast nichts für einen Versuch. Listen Sie alle Websites und Subdomains auf und schalten Sie ab, was Sie nicht mehr nutzen.
  2. Updates und Logins sind die günstige Abwehr. Halten Sie CMS, Plugins und Themes aktuell, entfernen Sie ungenutzte Plugins, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung für jedes Admin-Konto und löschen Sie alte Admin-Benutzer. Genau diese Lücken finden automatisierte Angriffe zuerst.
  3. Fragen Sie Ihre Agentur oder Ihren Hoster, wer zuständig ist. Zwei der drei genannten Fälle betrafen eine Nebenseite oder eine von einem Dienstleister betriebene Website. Wenn jemand anderes Ihre Website betreut: Wer spielt Updates ein, wer macht Backups, und wie schnell würde ein Einbruch auffallen? Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
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Quellen

The Verge stützt sich auf Erkenntnisse von Norforge und Berichte von Reuters.